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3 Dreifeld-Multifunktionshallen im Raum Münster

2004/2005

Im Rahmen eines PPP-Projektes wurden im Raum Münster an den Standorten Münster-Albachten, Hiltrup und Gremmendorf drei baugleiche Dreifach-Sporthallen als Multifunktionshallen ausgeschrieben.

GOLDBECK Gebäudemanagement GmbH hat den Auftrag erhalten, die Hallen zu errichten und über 25 Jahre zu betreiben.

Gestaltung der Sporthallen

Bei der  Gestaltung der Sporthalle war ein Schwerpunkt, einen möglichst großen Anteil an natürlicher Belichtungsfläche zu schaffen. Die Fassadenflächen oberhalb der eingeschossigen Gebäudeteile wurden aus diesem Grunde an der Vorder- und Rückseite des Gebäudes mit lichtdurchlässigen Profilbauglas, das gleichzeitig die notwendige Blendfreiheit ermöglicht, ausgestattet.

Durch die klare Gliederung der Nebenräume sowie der Dreifach-Sporthalle konnte das Gebäudevolumen optisch reduziert werden. Die Fassade der Nebenräume erhält eine dunkel verfugte Klinkerfassade, während die Klinkerfassade der Sporthalle mit einer hellen Verfugung versehen wird.Unterstützt wird diese Gliederung der Gebäudehöhen durch die versetzte Anordnung der Gebäudeteile in der Grundrissplanung.

Die Anordnung der eingeschossigen Gebäudeteile an den zwei Längsseiten der Halle führt zu einem abgestuften Übergang des Hauptbaukörpers zur umliegenden Wohnbebauung.

Die Raumaufteilung der Sporthalle erfolgt aus funktionalen sowie wirtschaftlichen Gesichtpunkten. Auf der Eingangseite wird der Besucher durch ein freundliches und helles Foyer in die angrenzenden Umkleideräume bzw. die Sporthalle geführt. Diese Räume wurden an der Außenfassade angeordnet, damit eine zusätzliche natürliche Lüftung ermöglicht wird.

In den Anschlussbereichen zur Sporthalle werden die weiteren Nebenräume (Technik, Putzmittel u.s.w.) im nicht belichteten Zwischenbereich angeordnet. Hier befindet sich auch der „Parkplatz“ für die mobilen Teleskoptribünenanlagen. Diese Tribünen werden in 2 separate Anlagen unterteilt (100 und 99 Sitzplätze) um eine größere Flexibilität der Hallennutzung (Zweifach-Halle mit Tribüne möglich) zu gewährleisten. Die Erschließung der Tribüne erfolgt über eine Empore, die über eine Treppe erschlossen wird. Die Fassade des Tribünenaufgangs ragt aus dem Baukörper des Umkleidetraktes heraus und wird wie die große Halle mit einer hell verfugten Klinkerfassade versehen, die in Verlängerung gleichzeitig das Lüftungsgerät auf dem Umkleideanbau einhaust.
 
Die behinderten Sitzplätze (Rollstuhlplätze) werden im Erdgeschoss der Sporthallen am Fuß der Tribünenanlage angeordnet. Somit ist eine ebenerdige Erschließung dieser Plätze möglich und es kann auf eine Aufzuganlage verzichtet werden.
 
Die Anlieferung für die Sporthalle bei Sonderveranstaltungen (Turniere u.s.w.) erfolgt über eine zweiflügelige Tür auf der Südseite. Diese Tür kann über eine Zuwegung aus Rasengittersteinen auch über die Stellplätze bzw. die Zufahrtsstraße mit einem größeren Fahrzeug erreicht werden.

Die 3 Sportlehrer- / Regieräume haben grundsätzlich einen Einblick in die Sporthallen durch ein Sporthallenfenster. Bei größeren Veranstaltungen dient der mittlere Sportlehreraum als Regieraum für die gesamte Sporthalle.

Die erforderlichen Feuerschutz-, und Raumtrennwände werden aus Mauerwerks- oder Stahlbetonwänden erstellt und erfüllen alle Anforderungen hinsichtlich Schallschutz und Brandschutz. Außenfenster und Türen werden aus einer einbrennlackierten Aluminium- Glas-Konstruktionen mit Wärmeschutzverglasung erstellt.

Der Fassadenaufbau erfolgt mittels Stahlbetonelementen mit guten Eigenschaften für den Sommerlichen Wärmeschutz, einer hochwertigen Wärmedämmung und einer Außenverkleidung als Klinkerfassade.

Durch die rationelle, klare Grundrissplanung und der kompakten Kubatur wird der erwarteten wirtschaftlichen Bauweise entsprochen.

Leistung

Entwurf - Genehmigung - Ausführungsplanung
Leistungsphasen 1-5 der HOAI

als Architektin bei GOLDBECK West GmbH